Eine Katze mit Fledermausflügeln ist eins der Halloween-Fotos, bei denen einfach jeder stehen bleibt. Gleichzeitig sind Katzen deutlich eigenwilliger als Hunde, wenn es darum geht, etwas am Körper zu tragen. Manche lassen es gelassen über sich ergehen. Andere erstarren, als hätte man sie festgeklebt.
Mit etwas Vorbereitung bekommst du dein Foto – und deine Katze behält ihre Würde.
Die ehrliche Vorbemerkung
Ein Kostüm ist für Katzen kein Spaß, sondern bestenfalls etwas, das sie kurz tolerieren. Denk es deshalb als Foto-Requisite für ein paar Minuten, nicht als Outfit für den ganzen Abend. Und wenn deine Katze es nicht mag, dann lass es. Ein Foto von ihr neben einem Kürbis ist genauso schön.
So bereitest du deine Katze vor
- Ein paar Tage vorher auspacken. Leg das Kostüm dorthin, wo die Katze gern ist. Sie soll es beschnuppern und sich an den Geruch gewöhnen.
- Erst nur kurz auflegen. Die Flügel einmal locker auf den Rücken legen, ohne zu schließen. Sofort ein Leckerli. Wieder abnehmen.
- Dann kurz schließen. Ein paar Sekunden, Leckerli, wieder ab. Über mehrere Tage langsam verlängern.
- Die Maske zuletzt. Etwas auf dem Kopf ist für Katzen am ungewohntesten. Wenn sie die Flügel gut akzeptiert, kannst du die Maske probieren. Wenn nicht, einfach weglassen.
Beim Foto selbst
- Alles vorbereiten, bevor das Kostüm drankommt. Kamera oder Handy bereit, Licht eingerichtet, Leckerli in Reichweite. Die Katze soll nicht warten müssen, während du suchst.
- Serienbildfunktion nutzen. Dann reicht ein kurzer Moment für viele Versuche.
- Tageslicht statt Blitz. Blitzlicht erschreckt viele Katzen, und die Fotos werden ohnehin schöner.
- Eine zweite Person hilft. Eine lockt mit Spielzeug oder Leckerli, die andere fotografiert.
- Nach ein, zwei Minuten ist Schluss. Kostüm ab, großes Lob, Belohnung.
Woran du merkst, dass es genug ist
Nimm das Kostüm sofort ab, wenn deine Katze:
- die Ohren flach nach hinten oder zur Seite legt
- mit dem Schwanz peitscht
- sich flach auf den Boden drückt oder erstarrt
- große, runde Pupillen bekommt
- versucht, sich herauszuwinden, faucht oder knurrt
Das sind keine lustigen Fotomomente, sondern Stresssignale.
Und grundsätzlich gilt: Kostüm nie anlassen, wenn die Katze unbeaufsichtigt ist. Die Maske darf die Augen nicht verdecken, und Verschlüsse müssen locker genug sitzen.
Fledermausflügel mit passender Maske
Dieses Set besteht aus schwarzen Fledermausflügeln aus Filz (rund 36 cm Spannweite) und einer kleinen 3D-Fledermausmaske für den Kopf. Es ist für Katzen und kleine Hunde gedacht.
Was ich daran praktisch finde: Die Flügel sind leicht und liegen nur auf dem Rücken, statt den ganzen Körper einzupacken. Das ist für eine Katze deutlich besser auszuhalten als ein Ganzkörperkostüm. Und man kann Flügel und Maske getrennt nutzen. Was du beachten solltest: Die Maske ist der schwierigere Teil. Viele Katzen mögen nichts auf dem Kopf – dann einfach nur die Flügel nehmen, das Foto wirkt trotzdem.
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Halloween-Gefahren speziell für Katzen
Das Kostüm ist nur ein kleiner Teil des Abends. Diese Dinge sind wichtiger:
- Deko-Spinnweben. Die künstlichen Spinnennetze aus Watte oder Kunstfaser sind für Katzen besonders gefährlich. Verschluckte Fasern können – wie Schnüre – einen Darmverschluss verursachen. Nur dort anbringen, wo die Katze auf keinen Fall hinkommt, oder ganz weglassen.
- Kerzen. Katzen springen auf Fensterbänke und Regale, auch dort, wo ein Hund nicht hinkommt. Echte Kerzen in Kürbissen und Windlichtern besser durch LED-Lichter ersetzen.
- Knicklichter. Werden gern angekaut. Die Flüssigkeit schmeckt bitter und reizt Maul und Schleimhäute – die Katze speichelt dann stark. Nicht herumliegen lassen.
- Schokolade. Ist auch für Katzen giftig. Die meisten Katzen interessieren sich zwar nicht für Süßes, aber offene Schalen trotzdem außer Reichweite stellen.
- Freigänger drinnen lassen. An Halloween sind viele Menschen unterwegs, es knallt und gibt Streiche. Katzen, die sonst rausdürfen, bleiben an dem Abend besser in der Wohnung.
- Die Haustür. Beim Süßigkeiten-Verteilen steht die Tür oft offen. Die Katze in einem anderen Zimmer mit geschlossener Tür unterbringen.
Kurz gefasst
Kostüm langsam angewöhnen, nur kurz fürs Foto anziehen, bei Stresssignalen sofort abnehmen. Und am Abend selbst an die Katzen-Gefahren denken: Deko-Spinnweben, Kerzen, offene Türen. Dann wird Halloween für euch beide ein schöner Abend.
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