Deine Katze fischt das Futter mit der Pfote aus dem Napf? Lässt immer einen Rest am Rand liegen? Frisst hastig und läuft dann weg? Das kann am Futter liegen – oder schlicht am Napf.
Ein Napf wirkt wie eine Nebensache. Aber deine Katze benutzt ihn jeden Tag mehrmals, jahrelang. Da lohnt es sich, einmal genauer hinzuschauen.
Das Material: Plastik, Keramik oder Edelstahl?
- Plastik ist günstig und leicht, bekommt aber mit der Zeit feine Kratzer. Darin sammeln sich Bakterien, die sich schlecht wegspülen lassen. Plastiknäpfe werden außerdem oft mit Kinnakne bei Katzen in Verbindung gebracht – kleinen schwarzen Punkten am Kinn. Und manche Katzen mögen den Geruch nicht.
- Keramik ist schwer, rutscht kaum und lässt sich gut reinigen. Nachteil: Sie kann abplatzen oder Risse bekommen. Ein beschädigter Keramiknapf sollte ausgetauscht werden. Achte auf eine Glasur, die für Lebensmittel geeignet ist.
- Edelstahl ist robust, bruchsicher, spülmaschinenfest und nimmt keine Gerüche an. Hygienisch ist er die unkomplizierteste Wahl. Einziger Nachteil: leichte Näpfe rutschen gern, wenn sie keinen rutschfesten Boden haben.
Die Form: flach statt tief
Katzenschnurrhaare sind hochempfindliche Tastorgane. In einem engen, tiefen Napf stoßen sie ständig an den Rand. Manche Katzen reagieren darauf, indem sie das Futter herausfischen, nur die Mitte leer fressen oder den Rest stehen lassen. Unter Katzenhaltern ist dafür der Begriff "Schnurrhaar-Stress" verbreitet.
Wie stark das wirklich belastet, ist nicht abschließend geklärt. Aber ein breiter, eher flacher Napf schadet keiner Katze – und viele fressen daraus sichtbar entspannter. Wenn dein Napf eng ist und du die oben beschriebenen Verhaltensweisen siehst, ist es einen Versuch wert.
Die Höhe: am Boden oder erhöht?
Draußen frisst eine Katze ihre Beute vom Boden. In der Wohnung spricht trotzdem einiges für einen leicht erhöhten und etwas geneigten Napf:
- Die Katze muss den Kopf nicht so tief senken und den Hals nicht so stark beugen.
- Das kann besonders für ältere Katzen oder Katzen mit Gelenkproblemen angenehmer sein.
- Durch die Neigung rutscht das Futter nach vorne, der Napf lässt sich leichter leer fressen.
- Und es landet weniger Futter auf dem Boden.
Nicht jede Katze braucht das. Wenn deine aber gern Futter herausschiebt oder sichtbar steif am Napf steht, probier es aus.
Ein erhöhter Napf aus Edelstahl
Der PETKIT Cybertail ist ein erhöhter Napfständer mit zwei leicht geneigten Edelstahlschalen und rutschfestem Boden. Er ist für Katzen und kleine Hunde gedacht. Die Schalen lassen sich herausnehmen und in der Spülmaschine reinigen.
Was ich daran praktisch finde: Er vereint zwei der Punkte aus diesem Artikel – Edelstahl und eine erhöhte, geneigte Position. Was du beachten solltest: Er hat zwei Schalen nebeneinander. Viele Katzen trinken aber lieber mit etwas Abstand zum Futter (siehe unten). Nutz die zweite Schale also eher für eine zweite Futtersorte oder eine zweite Katze, und stell das Wasser woanders hin.
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Der Standort: Futter, Wasser und Klo trennen
Katzen fressen nicht gern dort, wo sie auf Toilette gehen. Das ist logisch. Weniger bekannt: Viele Katzen trinken auch lieber mit Abstand zum Futter. In der Natur liegt Wasser neben Beute oft verschmutzt – deshalb meiden sie es instinktiv.
- Futter und Klo in verschiedenen Räumen, mindestens aber mit deutlichem Abstand.
- Wasser an einer oder mehreren anderen Stellen in der Wohnung. Das kann auch helfen, wenn deine Katze zu wenig trinkt.
- Ruhiger Platz, nicht mitten im Durchgang oder neben der Waschmaschine.
- Bei mehreren Katzen jede mit eigenem Napf, gern auch an getrennten Stellen. Dann siehst du auch, wer wie viel frisst.
Sauberkeit: öfter als man denkt
Nassfutterreste werden schnell schlecht, vor allem in warmen Räumen. Den Nassfutternapf deshalb nach jeder Mahlzeit ausspülen, mindestens aber täglich gründlich reinigen. Wasser ebenfalls täglich frisch auffüllen und den Napf dabei auswaschen – auf dem Rand bildet sich sonst ein schleimiger Film.
Wenn deine Katze plötzlich schlechter frisst, ist der Napf selten die Ursache. Appetitlosigkeit über mehr als einen Tag, häufiges Erbrechen oder Schwierigkeiten beim Kauen gehören zum Tierarzt. Oft stecken Zahnprobleme dahinter.
Kurz gefasst
Edelstahl oder Keramik statt Plastik. Breit und eher flach statt eng und tief. Leicht erhöht kann angenehmer sein, vor allem für ältere Katzen. Futter, Wasser und Klo getrennt aufstellen. Und die Näpfe täglich spülen. Kleine Änderungen, die deine Katze jeden Tag merkt.
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