Beim Klo sind Katzen wählerischer als bei allem anderen. Passt ihnen etwas nicht, sagen sie es nicht. Sie gehen einfach woanders hin. Das Klo ist deshalb die Anschaffung, bei der sich ein bisschen Nachdenken am meisten lohnt.
Die gute Nachricht: Die meisten Probleme lassen sich mit vier einfachen Regeln vermeiden.
Die vier Grundregeln
- Groß genug. Die Katze muss sich im Klo bequem umdrehen und scharren können. Als Faustregel gilt: etwa anderthalbmal so lang wie die Katze ohne Schwanz.
- Ein Klo mehr als Katzen. Bei einer Katze zwei, bei zwei Katzen drei. Viele Katzen trennen gern zwischen groß und klein.
- Täglich sauber machen. Klumpen jeden Tag raus, das ganze Klo regelmäßig auswaschen. Eine Haube hält Geruch nicht fern, Putzen schon.
- Ruhiger Standort. Nicht neben Futter und Wasser, nicht neben der Waschmaschine und nicht im Durchgang. Aber immer erreichbar, also keine Tür, die mal zu ist.
Haube oder offen?
Das entscheidet am Ende die Katze. Beide Varianten haben ihre Vorteile:
| Mit Haube | Die Streu bleibt drin, auch wenn die Katze kräftig scharrt. Es sieht ordentlicher aus, und Katzen, die im Stehen pinkeln, treffen nicht die Wand. |
|---|---|
| Offen | Die Katze hat den Überblick und fühlt sich nicht eingesperrt. Der Einstieg ist niedrig, das ist gut für Kitten und alte Katzen. Du siehst sofort, wann geputzt werden muss. |
Ein guter Mittelweg ist ein Haubenklo, bei dem sich die Tür abnehmen lässt. Dann hat die Katze freie Sicht nach draußen, und die Streu bleibt trotzdem im Klo.
Ein Haubenklo, das sich leicht reinigen lässt
Die Feandrea Katzentoilette hat eine Haube und unten eine Schublade, die du zum Saubermachen herausziehst. Du musst also nicht jedes Mal das ganze Klo auseinandernehmen. Schaufel und Bürste sind dabei.
Die Katze kann vorne durch eine Schwingtür rein und oben über den Deckel wieder raus. Der Deckel hat ein Gitter, durch das Streu von den Pfoten zurück ins Klo fällt. Der Rand ist hoch und der Boden geschlossen. Das hilft bei Katzen, die im Stehen pinkeln oder kräftig scharren.
Was ich daran praktisch finde: Die Tür lässt sich komplett abnehmen. Für Kitten oder Katzen, die noch kein Haubenklo kennen, ist das die einfachste Eingewöhnung. Erst ohne Tür, später mit. Der Deckel trägt laut Hersteller bis 15 Kilo, eine schwere Katze kann also oben draufspringen.
Was du beachten solltest: Das Klo ist außen rund 54 mal 43 Zentimeter groß und knapp 38 Zentimeter hoch. Für normal große Katzen ist das geräumig. Bei sehr großen Rassen solltest du vorher nachmessen. Für Senioren mit steifen Gelenken ist ein offenes Klo mit niedrigem Einstieg oft die bessere Wahl. Und plane am Standort Platz ein, damit du die Schublade herausziehen kannst.
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So klappt der Wechsel aufs neue Klo
Katzen mögen keine plötzlichen Änderungen, schon gar nicht beim Klo. Tausch es deshalb nicht von einem Tag auf den anderen aus:
- Stell das neue Klo neben das alte und lass beide ein paar Tage stehen.
- Nimm dieselbe Streu wie bisher. Gib eine Schaufel benutzte Streu aus dem alten Klo dazu, dann riecht das neue vertraut.
- Bei einem Haubenklo: erst ohne Tür, nach ein bis zwei Wochen mit.
- Räum das alte Klo erst weg, wenn sie das neue von sich aus benutzt.
Wenn die Katze trotzdem danebenmacht
Geht eine Katze plötzlich nicht mehr aufs Klo, obwohl es vorher geklappt hat, ist das selten Trotz. Oft steckt etwas Körperliches dahinter, zum Beispiel eine Blasenentzündung. Dann hilft kein neues Klo, sondern ein Termin beim Tierarzt. Das gilt besonders, wenn sie oft und nur wenig pinkelt oder dabei Laute macht.
Kurz gefasst
Lieber eine Nummer größer, ein Klo mehr als Katzen, täglich sauber machen und ein ruhiger Platz. Ob mit Haube oder offen, hängt von deiner Katze ab. Wechsle langsam und lass das alte Klo stehen, bis das neue angenommen ist.
Zum Weiterlesen: was hilft, wenn die Katze unsauber ist.