Der Kratzbaum ist das wichtigste Möbelstück einer Wohnungskatze. Trotzdem wird er oft nach dem Aussehen gekauft, oder nach dem Platz, der in der Ecke gerade frei ist. Das Ergebnis: Er ist zu klein, er wackelt, und die Katze kratzt weiter am Sofa.
Dabei ist es nicht schwer, den richtigen zu finden. Du musst nur wissen, wofür die Katze ihn braucht.
Warum Katzen kratzen und klettern
Katzen kratzen nicht, um dich zu ärgern. Sie pflegen damit ihre Krallen, strecken den ganzen Körper und hinterlassen Duftmarken. Dazu kommt das Klettern: Von oben hat eine Katze den Überblick, und genau dort fühlt sie sich sicher.
Ein Kratzbaum ist also drei Dinge auf einmal: Kratzstelle, Aussichtsplatz und Rückzugsort. Wenn er eines davon nicht gut kann, sucht sich die Katze dafür etwas anderes.
Worauf du beim Kauf achten solltest
- Hoch genug zum Strecken. Die Katze sollte sich an einem Stamm ganz lang machen können. Kleine Kratzbäume für Kitten sind nach einem halben Jahr zu kurz.
- Er darf nicht wackeln. Ein Baum, der beim Sprung schwankt, wird gemieden. Achte auf eine große Bodenplatte und sichere hohe Modelle an der Wand.
- Liegeflächen in passender Größe. Miss deine Katze im Liegen grob aus und vergleich das mit den Maßen der Mulden und Höhlen. Bei großen Rassen wird es schnell eng.
- Mehrere Plätze bei mehreren Katzen. Jede braucht einen eigenen Platz, am besten auf unterschiedlicher Höhe. Sonst gibt es Streit um den obersten.
- Sisal an den Stämmen. Das raue Seil ist das, woran Katzen wirklich kratzen wollen. Plüsch allein reicht nicht.
Ein hoher Kratzbaum für eine oder mehrere Katzen
Der Feandrea Kratzbaum ist rund 1,75 Meter hoch und hat mehrere Ebenen: zwei Höhlen, zwei Liegemulden, eine Hängematte und oben eine große Plattform. Die fünf Stämme sind mit Sisal umwickelt. Eine Bürste zum Dranreiben und Spielbälle sind auch dran. Es gibt ihn in mehreren Farben und in einer noch größeren Ausführung.
Was ich daran gut finde: Er bietet auf wenig Stellfläche viele Plätze auf verschiedenen Höhen. Das ist genau das, was bei zwei Katzen den Frieden hält. Ein Kippschutz für die Wand liegt bei.
Was du beachten solltest: Benutz den Kippschutz wirklich, auch wenn du dafür ein Loch bohren musst. Bei dieser Höhe ist das keine Nebensache. Der Baum besteht aus Spanplatte und Plüsch, er ist also kein Möbel fürs Leben. Und für sehr große, schwere Katzen sind die Mulden knapp. Schau dir vorher die Maße auf der Produktseite an.
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Wo der Kratzbaum stehen sollte
Der Kratzbaum gehört dorthin, wo ihr seid, also ins Wohnzimmer. Katzen wollen dabei sein, nur eben von oben. Im Flur oder im Abstellraum wird er kaum benutzt.
- In Fensternähe. Vögel und Straße beobachten ist für eine Wohnungskatze das Abendprogramm.
- Neben dem Sofa, wenn deine Katze dort schon kratzt. Sie kratzt gern da, wo sie gerade aufgewacht ist.
- Nicht direkt an der Heizung. Der Plüsch trocknet aus, und der Katze wird es oben schnell zu warm.
Wenn sie den neuen Baum ignoriert
Das kommt vor und heißt nicht, dass der Kauf falsch war. Neue Möbel riechen fremd. So hilfst du nach:
- Leg eine Decke, auf der sie schon gelegen hat, in eine Mulde. Dann riecht der Baum nach ihr.
- Spiel mit der Angel am Stamm entlang nach oben. Beim Fangen krallt sie sich fest und merkt, wie gut das geht.
- Leg ein paar Leckerli auf die Ebenen. Katzenminze oder Baldrian am Sisal wirken bei vielen Katzen auch.
- Setz sie nicht einfach hinauf. Katzen wollen selbst entscheiden.
Kurz gefasst
Höhe und fester Stand sind wichtiger als viele Extras. Der Kratzbaum gehört ins Wohnzimmer und ans Fenster, nicht in die Abstellecke. Miss vor dem Kauf deine Katze und die Stellfläche aus, und befestige hohe Modelle an der Wand.
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