Melly & Bobby
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Katze kratzt am Sofa: Warum sie das tut und wie du sie umlenkst

30. September 2026  ·  Lesezeit rund 4 Minuten

Getigerte Katze sitzt oben auf einem Sisal-Kratzbaum
Symbolbild

Die Sofaecke zerfetzt, die Tapete neben der Tür in Streifen, der Teppich an einer Stelle aufgeribbelt. Wer mit Katze lebt, kennt das. Die schlechte Nachricht: Abgewöhnen kannst du deiner Katze das Kratzen nicht. Die gute: Du kannst ihr zeigen, wo sie es tun soll.

Warum Katzen kratzen müssen

Kratzen ist kein Fehlverhalten, sondern ein Grundbedürfnis. Es erfüllt gleich mehrere Zwecke:

Deshalb funktioniert Schimpfen nicht. Die Katze versteht nicht, warum sie etwas Natürliches nicht tun darf – sie lernt nur, dass du unberechenbar bist. Und Krallenziehen ist in Deutschland zu Recht verboten.

Der richtige Kratzplatz

Viele Katzen ignorieren ihr Kratzbrett, weil es am falschen Ort steht oder nicht zu ihnen passt. Darauf kommt es an:

So lenkst du deine Katze um

  1. Kratzbrett direkt vor die zerkratzte Stelle stellen. Nicht daneben, nicht im nächsten Raum. Genau davor.
  2. Die alte Stelle vorübergehend unattraktiv machen. Mit einer glatten Decke abdecken oder doppelseitiges Klebeband anbringen. Katzen mögen klebrige Pfoten nicht.
  3. Das Kratzbrett interessant machen. Etwas Katzenminze oder Baldrian daraufgeben. Oder mit der Federangel direkt darüber spielen, damit die Katze beim Fangen die Krallen in die Pappe schlägt.
  4. Loben und belohnen. Jedes Mal, wenn sie das Kratzbrett benutzt: Leckerli, Streicheln, freundliche Stimme.
  5. Geduld haben. Nach zwei, drei Wochen hat sich der neue Platz meistens eingespielt. Dann kannst du die Decke vom Sofa langsam wieder entfernen.

Ein Kratzbrett für die Sofaecke

Das Kratzbrett von Knupis ist L-förmig und rund 68 cm lang. Es hat also eine senkrechte und eine waagerechte Kratzfläche in einem – für Katzen, die sich noch nicht entschieden haben oder beides mögen. Es besteht aus dicker, dichter Wellpappe und lässt sich wenden, sodass man beide Seiten nutzen kann, bevor es ersetzt werden muss.

Was ich daran praktisch finde: Die L-Form passt gut in eine Ecke oder direkt an die Sofaseite, also genau an die Stellen, die sonst leiden. Was du beachten solltest: Kratzpappe krümelt, auch wenn sie als staubarm beworben wird. Stell es nicht auf einen Hochflorteppich. Und es ist ein Kratzbrett, kein Kratzbaum – zum Klettern und Liegen in der Höhe brauchen Wohnungskatzen zusätzlich etwas anderes.

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Und die Krallen schneiden?

Bei den meisten Katzen ist das nicht nötig, wenn sie genug Kratzmöglichkeiten haben. Ausnahmen sind ältere oder wenig aktive Wohnungskatzen, deren Krallen zu lang werden und sich einrollen.

Wenn du schneidest, dann nur die durchsichtige Spitze. Im hinteren, rosa Teil der Kralle verlaufen Blutgefäße und Nerven. Wenn du dir unsicher bist oder deine Katze dunkle Krallen hat, lass es dir beim Tierarzt einmal zeigen.

Kurz gefasst

Kratzen ist Pflege, Markieren und Dehnen in einem – deine Katze braucht das. Stell ein stabiles Kratzbrett genau dort auf, wo sie jetzt kratzt, deck die alte Stelle vorübergehend ab und mach das neue Brett mit Spiel und Belohnung interessant. Ohne Schimpfen, mit etwas Geduld.

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